03.2020 – Veranstaltungen in Zweischlingen – Zweischlingen

Einige Termine im März 2020 in Zweischlingen:

Peter Vollmer in Zweischlingen, Foto: Newtone

Samstag, 07. März 2020 Johannes Flöck – „Entschleunigung – aber zack, zack!“ 
„Einige unter uns kommen doch heute vor lauter Yoga gar nicht mehr zum Entspannen.“ Im Zeitalter des Turbokapitalismus und der digitalen Revolution ist „Entspann dich mal“ auch einfacher gesagt als getan. In „Entschleunigung – aber zack, zack!“ bietet Johannes Flöck ganz persönliche Denk- und Humoranstöße die eigene Situation neu zu betrachten. Sie dürfen dabei entspannen – und Sie werden lachen! In einer Leistungsgesellschaft, in der man selbst beim Entspannen unter Bewertungsdruck steht und an Maßstäben von Effizienz gemessen wird, erfüllt dieses keinen Selbstzweck mehr, sondern gleicht dem Erbringen einer Höchstleistung. Der Achtsamkeitswahn nimmt dabei bedenkliche Formen an: kürzer, schneller, weiter, besser muss es gehen:
„Die Dichte von Yogaschulen ist höher als die von Kindertagesstädten und der in den Saunen ausgeschwitzte Schweiß übersteigt doch fast schon den täglichen Bierkonsum.“ Johannes Flöck trifft den Zeitgeist mit Themen wie der neuen Wanderlust der Deutschen: „Bis vor kurzem war ich auch nicht so der Typ zurück zur Natur – Ich war der Typ zurück ins Bett!“. Auch den Hygge-Hype um das Wohlfühlen in den eigenen 4 Wänden sieht er mit einem Augenzwinkern: „Unsere neue Schlafzimmerfarbe heißt: „Sinfonie der Anmut“ – ich dachte erst Altrosa“. Dabei wagt sich Johannes Flöck, dank seiner Freundin, mit einem kleinen Exkurs in die spirituelle Sinnsuche sogar bewusst auf neue Pfade und fragt sich: „Können wir unser Ändern leben?“ Sein Auftrag: mehr Lebensqualität generieren ohne sich zu genieren. Seine sympathische, persönliche Art lässt nur eins zu: Leichtigkeit für alle. So entschleunigt er sein Publikum humorvoll und auch Sie werden zu professionellen Hektikverweigerern – aber zack, zack!
Comedy Beginn: 21:00 Uhr Eintrittspreis: 19,- € https://johannesfloeck.de/
Samstag, 14. März 2020 – Peter Vollmer – „Er hat die Hosen anSie sagt ihm, welche“ Kabarett
Für den Mann des 21. Jahrhunderts wird die Luft immer dünner: Sein Auto fährt demnächst alleine los. Ohne technische Hilfsmittel findet er nicht mal mehr dem Weg zum Kleiderschrank. Und die Industrie entwickelt Roboter, die man auf „Kuschelsex“ programmieren kann. Gehört der Mann, wie wir ihn kennen, also auf die Liste der bedrohten Arten? Oder kann er zeigen, dass er doch noch für irgend etwas zu gebrauchen ist? Peter Vollmer jedenfalls ist stets bemüht, als Vater, Verdiener und Versteher für Frau und Kinder unentbehrlich zu bleiben. Er ist deshalb sogar bereit zu kochen (mit dem Thermomix), gesund zu leben (etwa einmal die Woche) und sich strikt an die verordnete Trennkost zu halten (erst die Fritten, dann die Wurst). Einmal gelingt es ihm sogar, zu einem echten Helden zu werden. Indem er die Familie vor einer gefährlichen Spinne rettet, die das heimische Badezimmer unsicher macht. (Und das war gar nicht so schwer. Er musste das Tierchen zu diesem Zweck nur aus der nahe gelegenen Zoohandlung einschleppen.) Und wenn seine Frau ihn sonst mit größter Skepsis betrachtet; hier gesteht sie gerne ein: Auch Gatten können Götter sein!
Beginn: 21:00 Uhr Eintrittspreis: 18,- € https://www.peter-vollmer.de/
Mittwoch, 18. März 2020 – Nightwash // AUSVERKAUFT (!!) Comedy: Nightwash ist super. Nightwash kommt eigentlich aus einem Waschsalon, macht aber manchmal auch Ausflüge. Und eben auch regelmäßig ins Zweischlingen! Ein Moderator, drei Comedians und los geht eine rasante Achterbahnfahrt durch alles was man sich im Comedybereich vorstellen oder auch nicht vorstellen kann. Und nie ist man sich so ganz sicher, wer diesmal auf der Bühne steht. Überraschungen sind da programmiert. Immer wieder neu, immer spannend und oft ausverkauft.
Samstag, 21. März 2020 Sebastian Lehmann – „Elternzeit“ Lesung und Therapie Meine Mutter ruft aus meiner Heimatstadt Freiburg an. „Was machst du gerade?“ „Hatten wir nicht verabredet, dass du diese Frage nicht mehr stellst?“, sage ich. „Das ist für uns beide zu deprimierend.“ „Nicht jeder kann perfekt sein“, sagt meine Mutter. „Mit deinem Bruder hatten wir ja Glück.“ Wie alle echten Berliner kommt Sebastian Lehmann eigentlich aus Süddeutschland. Deswegen telefoniert er sehr oft mit seinen Eltern in der badischen Provinz. Dabei unterhalten sie sich über seine brotlose Kunst als so genannter Schriftsteller, die Konsistenz von Gummibärchen, Tiefkühlpizza als Hauptmahlzeit und warum immer noch keine Enkelkinder auf dem Weg sind.
Sebastian hat die Telefonate mitgeschrieben und liest sie jetzt auf der Bühne und im Radio vor. Seine Mutter ist stolz, sein Vater wollte sich nicht äußern und hat hoffentlich nicht das Testament geändert. Sebastian Lehmanns Radiokolumne „Elternzeit“ läuft auf SWR3 und RBB Radioeins. Er ist Mitglied der Berliner Lesebühne Lesedüne, die auch als Bühne 36 im Fernsehen lief. Die besten Elterntelefonate sind im Buch „Mit deinem Bruder hatten wir ja Glück – Telefonate mit meinen Eltern“ (Goldmann-Verlag) versammelt. 2017 erschienen „Ich war jung und hatte das Geld – Meine liebsten Jugendkulturen“ und der Roman „Parallel leben.“
Beginn: 21:00 Uhr Eintrittspreis: 18,- € https://www.sebastianlehmann.net/
Samstag, 28. März 2020 Ingmar Stadelmann – „Verschissmus“ – Comedy „Der Meister des bösen Wortes“ (Neue Westfälische Zeitung) ist zurück! Mit seiner neuen hemmungslosen Stand-up-Comedyshow Verschissmus macht der in Sachsen-Anhalt geborene Ingmar Stadelmann konsequent da weiter, wo sein letztes Programm „Fressefreiheit“ aufgehört hat: Er verbindet seine explosionsartigen, oft politisch nicht korrekten Pointen mit Momenten des Innehaltens. Getreu seinem Motto „Lachen First, Gedanken Second!“ kommt man erst aus dem Lachen nicht heraus und dann aus dem Denken. „Verschissmus ist mein konsequentestes Programm, weil ich mittlerweile den Eindruck habe: Auf deutschen Bühnen geht es wieder um etwas! Quasi Lachen für die Demokratie.
Ich versuche, bei meinem Publikum das eine oder andere gedankliche Fenster zu öffnen. Im besten Sinne erlachen wir uns zusammen eine Horizonterweiterung und haben Spaß dabei!“ Verschissmus ist nicht nur ein Wortspiel und ein Rechtschreibfehler, der Stadelmann als kleiner OssiSchüler aus Salzwedel zu seinem ersten großen Lacher verholfen hat, sondern mittlerweile für ihn auch Teil der Gesellschaft: „Wer verschissen hat, fällt in Ungnade. Und dieses in Ungnade fallen ist etwas, was nicht nur dem Osten systematisch passiert. Es herrscht eine Form von Verschissmus in ganz Deutschland!“ Wer zu Ingmar Stadelmann geht, kriegt mehr als ein reines Gagfeuerwerk. Immer wieder hält er uns den Spiegel eigener Klischees vor Augen und platziert gekonnt auch ruhige Töne, die dem Zuschauer eine Gänsehaut bescheren. Dabei wechselt er minütlich das Tempo seiner Show und versteht es, mit seinen Publikumsinteraktionen zu begeistern. Genüsslich seziert Stadelmann, der mittlerweile 20 Jahre in Berlin lebt, die politische Landschaft. Er versucht, aus Meinungsfreiheit keine Einbahnstraße zu machen, und räumt die linke Spur frei, weil die rechte schon blockiert ist. Und er erklärt, warum Hass die Emotion der Unterlegenen ist. Das alles, wie immer, gnadenlos lustig. Begleiten Sie Ingmar Stadelmann auf seinem humoristischen Husarenritt und bekämpfen Sie mit ihm den Verschissmus – und zwar am besten mit Applaus und befreitem Lachen: „Ich jage Pointen ohne Gnade und schicke die Leute am Ende mit 2-3 schlauen Gedanken nach Hause!
Beginn: 21:00 Uhr Eintrittspreis: 21 € http://www.ingmarstadelmann.de/
Die Show ist 100% Stadelmann ohne Schnickschnack.“