Oktober Programm des Theater Bielefeld

Bielefeld. Alle Vorstellungstermine und alle Konzerttermine der Bielefelder Philharmoniker, sowie Wiederaufnahmen von Theaterstücken und Sonderveranstaltungen wurden vom Theater Bielefeld für den Monat Oktober veröffentlcht.

Theater BielefeldOTELLO

Giuseppe Verdi

Oper in vier Akten // Libretto von Arrigo Boito nach William Shakespeares Othello, der Mohr von Venedig // In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Was für eine Erfolgsgeschichte! Otello, der Fremde, der Außenseiter, hat es bis ganz nach oben auf der Karriereleiter geschafft. Und er eroberte das Herz einer der begehrtesten Frauen des Landes. Aber kann es ihm jemals gelingen, wirklich vollständig von der Gesellschaft akzeptiert zu werden? Der Reiz des Unbekannten und Andersartigen kann schnell umschlagen in die Angst vor dem Fremden, wie der intrigante Jago erkannt hat. Mit kleinen, wohldosierten Bemerkungen wird nicht nur Otello, sondern die gesamte Gesellschaft manipuliert. Zunehmend verfängt Otello sich in diesem Lügennetz und alles beginnt, ihm zu entgleiten…

Mit Jago erschuf Shakespeare eine abgrundtief zynische Figur. Kein Wunder, dass Giuseppe Verdi zeitweise beabsichtigte, seine Oper nach diesem Meister der Verführung und Täuschung zu benennen. Eng wie nie zuvor verschmelzen Musik und Wort in diesem Spätwerk Verdis zu einem wahren Musikdrama.

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic

Inszenierung: Paul-Georg Dittrich

Bühne: Lena Schmid, Monika Annabel Zimmer

Kostüme: Anna Rudolph

Video: Vincent Stefan

Choreinstudierung: Hagen Enke

Dramaturgie : Anne Christine Oppermann // Mit Mikhail Agafonov // Evgueniy Alexiev // Lianghua Gong // Yoshiaki Kimura // Sarah Kuffner // Hasti Molavian // Moon Soo Park // Daniel Pataky // Lorin Wey // Bielefelder Opernchor // Extrachor des Theaters Bielefeld // JunOs // Bielefelder Philharmoniker

PREMIERE: Sa. // 07.10. // 19:30 Uhr // Stadttheater

StadttheaterROMEO UND JULIA

Simone Sandroni

Zur Musik von Sergej Prokofjew, frei nach der Tragödie von William Shakespeare // Mit den Bielefelder Philharmonikern

Das wohl bekannteste Liebespaar der Welt, eine der tragischsten Feindschaften zwischen zwei Familien – William Shakespeares Tragödie Romeo und Julia inspirierten seit jeher die Künste. Zu Beginn der neuen Spielzeit spürt Chefchoreograf Simone Sandroni tänzerisch der schicksalhaften Liebes- und Lebensgeschichte nach.

Er entwickelt dabei seine eigene choreografische Ausdrucksweise für die Figuren, fernab klassischer Ballettvorlagen. Sandroni eröffnet neue Perspektiven auf den historischen Stoff und überführt damit die Geschichte ins 21. Jahrhundert. Mit Feingefühl für die fragile Liebesbeziehung, mit starker physischer Präsenz für die Anfeindungen der Familien und mit Bewegungen des zeitgenössischen Tanzes wird das Drama choreografisch umgesetzt. Musikalisch taucht der Abend gänzlich in die orchestrale Musik von Sergej Prokofjew ein.

Musikalische Leitung Gregor Rot // Inszenierung und Choreografie Simone Sandroni // Bühne und Kostüme Stephan Mannteuffel // Mit Alexandra Blondeau // Tommaso Balbo // Brecht Bovijn // Ines Carijò // Jacob Gómez Ruiz // Noriko Nishidate // Youngjun Shin // Tiemen Stemerding // Johanna Wernmo // Elvira Zúñig a Porras // Bielefelder Philharmoniker

PREMIERE: Fr. // 20.10. // 20:00 Uhr // Stadttheater

MATINEE – EIN STÜCK STELLT SICH VOR

am 15.10. um 11:15 Uhr im Stadttheater

ÖFFENTLICHER WORKSHOP am 15.10., BASIS von 13:00 bis 16:00 Uhr und mit VORKENNTNISSEN von 16:30 bis 19:30 Uhr

LOTTE UND LENYA

Ein Monodrama mit Songs für eine singende Schauspielerin von Roland Hüve und Carolin Soyka Carolin Soyka (Das Molekül, The Birds of Alfred Hitchcock) ist Lotte Schischkewitz und Lotte Schischkewitz ist auf Tournee mit einem Lotte-Lenya -Liederabend, der sie nach Hinterkirchen führt, in die Kleinstadt ihrer Kindheit. In ihre Texte über Lotte Lenya mischt sie eigene Geschichten. Dazwischen singt sie, was Lenya damals gesungen hat: die Songs von Kurt Weill. Auf allen Ebenen geht es um Männer und Frauen, die Freiheit und die Kunst, um eine große Liebe. Und um den Tod.

Mit: Carolin Soyka // Zhou Yi

GASTSPIEL: Mo. // 09.10. // 20:00 Uhr // Loft

Konstellationen_01_(c)_PhilKONSTELLATIONEN

Nick Payne

Angenommen, wir leben in einem Multiversum. Angenommen, alle unsere Möglichkeiten existieren gleichzeitig 9 Roland und Marianne machen sich auf die Suche, um nach unzähligen Irrwegen und falschen Abzweigungen in ihrer gemeinsamen Geschichte anzukommen.

Mit Dariusch Yazdkhastis Inszenierung von Nick Paynes „Konstellationen“ hat das Theater Bielefeld beim diesjährigen NRW-Theatertreffen gleich zwei Preise abgeräumt: den Hauptpreis für die beste Inszenierung und den Publikumspreis.

Inszenierung: Dariusch Yazdkhasti

Bühne und Kostüme: Paul Lerchbaumer

Dramaturgie: Franziska Betz // Mit  Christina Huckle // Thomas Wehling

WIEDER DA: Di. // 10.10. // 20:00 Uhr // TAM ZWEI

Lukas-Graser-als-Wilhelm-TeWILHELM TELL

Friedrich Schiller

Die Schweiz wird von fremden Vögten regiert. Als Landvogt Gessler das Volk zwingt, vor seinem Hut niederzuknien, eskaliert die Lage. Die Vertreter der drei Urkantone planen den Aufstand. Nur der Einzelgänger Tell will mit Politik nichts zu tun haben. Als auch ihm Neutralität nicht mehr möglich ist, wird er durch den Mord an Gessler zum Volkshelden.

Inszenierung: Christian Schlüter

Bühne und Kostüme: Jochen Schmitt

Sounddesign/ Komposition und Einstudierung Chöre: Matthias Flake

Dramaturgie: Katrin Enders // Mit Sebastian Graf // Lukas Graser // Anica Happich // Stefan Imholz // Henriette Nagel // Doreen Nixdorf // Jan Sabo // Guido Wachter // Jakob Walser // Thomas Wolff

WIEDER DA: Di. // 10.10. // 20:00 Uhr // Theater am Altem Markt

ÖFFENTLICHER WORKSHOP

am 07.10. um 17:00 bis 19:00 Uhr

Ewig_Jung_01_(c)_Joseph-RubEWIG JUNG. EIN SONGDRAMA

Erik Gedeon

Das Theater ist geschlossen und dient den Übriggebliebenen nun als Alterssitz. Erleben Sie Schauspieler des Ensembles, um Jahrzehnte gealtert, in einem Abend über Vergänglichkeit und unvergessene Momente. Ein Songdrama, das kluges Spiel mit bissigem Witz und Hits vereint.

Inszenierung: Michael Heicks

Musikalische Leitung: Laurenz Wannenmacher

Bühne: Michael Heicks

Kostüme: Franziska Gebhardt

Dramaturgie: Katrin Enders // Mit Oliver Baierl // Christina Huckle // Melanie Kreuter // Carmen Priego // Guido Wachter // Laurenz Wannenmacher // Thomas Wehling

WIEDER DA: Di. // 17.10. // 20:00 Uhr // Theater am Alten Markt

DEM INGO WIRD DIE OPER ERKLÄRT

Otello liebt Desdemona und Desdemona liebt Otello. Und die beiden sind sogar verheiratet! Klingt doch alles herrlich unkompliziert, denkt sich Ingo Börchers und freut sich auf einen romantischen Opernabend. Aber warum geht dann alles schief und was für ein böses Spiel treibt Jago mit Otello? Sind die zwei nicht eigentlich Freunde? Fragen über Fragen, die ihm vielleicht Dramaturgin Anne Christine Oppermann bei einem Getränk beantworten kann. Und selbstverständlich wird auch gesungen.

SPECIAL: Mi. // 25.10. // 20:00 Uhr // Loft

ZAHNBÜRSTEN UND REISEPÄSSE

Ein Abend über die Dinge, die wirklich zählen. Ich packe meinen Koffer und nehme mit: mein liebste s T-Shirt, Unterhosen zum Wechseln, Gauloises Zigaretten, einen französischen Roman, genug Musik, dieses Foto, wo wir Hüte tragen, das Geld von der hohen Kante und ein leeres Heft für all die Dinge, die uns einfallen. Keine Sorge, das wird eine klassische Theaternacht!

Von: Lennart Kos

Mit: Cédric Cavatore // Henriette Nagel // u. a.

FREITAGNACHT 144

Fr. // 27.10. // 23:00 Uhr // TAM DREI

DIE ZAUBERFLÖTE

Wolfgang Amadeus Mozart

Wird Tamino die »bezaubernd schöne«, aber leider entführte Pamina finden? Wird Papageno den Mund halten können, um das Gipfeltreffen der Liebenden nicht zu gefährden? Wird die Königin der Nacht ihre Tochter beschützen oder bestrafen? Fragen wie diese haben schon Generationen von zumeist jungen Opernliebhabern gefesselt. Andrea Schwalbachs quicklebendige Inszenierung von Mozarts Geniestreich steht nach einem Jahr Pause erneut auf dem Spielplan!

Musikalische Leitung: Alexander Kalajdzic/Gregor Rot

Inszenierung: Andrea Schwalbach

Bühne und Kostüme: Anne Neuser

Dramaturgie: Daniel Westen // Mit Evgueniy Alexiev // Nohad Becker // Hasti Molavian // Lianghua Gong // Yoshiaki Kimura // Melanie Kreuter // Iride Martinez // Caio Monteiro // Dorine Mortelmans // Nienke Otten // Moon Soo Park // Katja Starke // Lorin Wey // Frank Dolphin Wong // Bielefelder Opernchor // Bielefelder Philharmoniker // Solisten des Knabenchors Gütersloh

WIEDER DA: Sa. // 28.10. // 19:30 Uhr // Stadttheater

BIELEFELDER PHILHARMONIKER

SCHÖNBERG/SCHUMANN/ MENDELSSOHN BARTHOLDY 1. SYMPHONIEKONZERT

Fr. // 13.10. // 20:00 Uhr // Rudolf-Oetker-Halle

So. // 15.10. // 11:00 Uhr // Rudolf-Oetker-Halle

Alexander Kalajdzic

Radovan-Vlatkovic_Solist-beAuf seiner – damals obligatorischen – Bildungsreise auf den Spuren von Winckelmann und Goethe durch Italien notierte Felix Mendelssohn-Bartholdy die ersten Ideen zu seiner Symphonie Nr. 4. Und auch wenn die Italienische weit davon entfernt ist, Programmmusik zu sein, so atmet sie doch die heitere und gelassene Atmosphäre der Entstehungsumstände im »Land der Kunst, denn es ist das Land der Natur, und da lebt und webt es überall, im blauen Himmel, und im Meere und in den Bäumen gibt es genug Musik.« Mendelssohns nach eigener Aussage lustigstes Stück ist bis heute seine wohl populärste Symphonie. Robert Schumann wagte mit seinem Konzertstück für vier Hörner 1850 etwas »ganz Curioses, was bis jetzt, glaub ich, nicht existiert.« Die spieltechnischen Möglichkeiten des sich erst Mitte des 19. Jahrhunderts durchsetzenden Ventilhorns reizten ihn, mit diesem schlechthin romantischen Instrument experimentelles Neuland zu betreten.

Im 1. Symphoniekonzert spüren die Bielefelder Philharmoniker aber nicht nur der Romantik, sondern auch ihrem Übergang zur Moderne nach – der keineswegs reibungslos verlief. Im Gegenteil: Schon 1907 hatte die Wiener Uraufführung von Schönbergs Kammersymphonie Nr. 1 einen Skandal ausgelöst und noch Jahre später kochten die Emotionen hoch. Als »Watschenkonzert« ging die mit körperlichen Auseinandersetzungen gespickte Aufführung 1913 in die Annalen ein. Zweifellos stellt dieses Werk nicht nur einen Wendepunkt in Arnold Schönbergs kompositorischem Schaffen dar, sondern bildet mit der Abkehr von der Tonalität einen Paradigmenwechsel der Musikgeschichte; doch ist bei allem Neuen die Verwurzelung in der Romantik nicht zu leugnen.

HOLLAENDER / WEILL / GERSHWIN / PORTER

Die Saison der Kammerkonzerte beginnt mit einem Liederabend. Begleitet von William Ward Murta singt Cornelie Isenbürger Werke von Friedrich Hollaender, Kurt Weill, George Gershwin und Cole Porter.

Sopran: Cornelie Isenbürger // Klavier: William Ward Murta

Mo.// 16.10.// 20:00 Uhr: Rudolf-Oetker-Halle, Kleiner Saal

UNIVERSITÄTSKONZERT

Wolfgang Amadeus Mozart Symphonie D-Dur KV 385 Haffner Sergej S. Prokofjew

Ausschnitte aus Romeo und Julia

Leitung: Gregor Rot

In Kooperation mit dem Zentrum für Ästhetik der Universität Bielefeld

Die besondere Architektur des Bielefelder Universitätsgebäudes stellt Jahr um Jahr die ungewöhnliche Kulisse für das Semestereröffnungskonzert der Bielefelder Philharmoniker.

Wo sonst erklingt klassische Musik zwischen Hörsälen und 3-Meter-Brett? Unter der Leitung des 1. Kapellmeisters Gregor Rot stehen dieses Mal Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Sergej Prokofjew auf dem Programm.

Mo.// 9.10.// 20:00 Uhr // Halle vor dem Westend, Universität Bielefeld // Eintritt frei

Foto 1: Theater Bielefeld

Foto 2: © Sarah Jonek

Foto 3 und 4: © Philipp Ottendörfer

Foto 5: © Josephh Ruben

Foto 6: © Branko Hrkač

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